Wer nach den 10 günstigsten Stromanbietern sucht, merkt schnell: Auf den Top-Plätzen stehen selten Stromtarife, die nur über einen minimalen Arbeitspreis gewinnen. Meist entscheidet ein Bonus darüber, wie günstig ein Stromvertrag im ersten Vertragsjahr wirklich ist – und genau dort liegt für viele Haushalte die größte, schnellste Ersparnis.
Die entscheidende Rechnung: Effektivpreis statt „ab“-Werbung
Bei Billigstrom ist der Bonus häufig der Hebel, der den Gesamtpreis nach unten zieht. Ein Tarif kann trotz leicht höherem Arbeitspreis vorne landen, wenn der Bonus groß genug ist. Darum lohnt es sich, immer nach derselben Logik zu rechnen:
Effektiver Jahrespreis = (Arbeitspreis × Jahresverbrauch) + (Grundpreis × 12) − Bonus
Diese Formel ist besonders praktisch, wenn du regelmäßig neu prüfst, welcher Stromtarif aktuell am günstigsten ist: Viele Boni sind so gestrickt, dass sie vor allem im ersten Jahr stark wirken – und genau dieses „jährlich den günstigsten Effektivpreis wählen“ ist für viele Haushalte der größte Sparhebel. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt den Anbieterwechsel ausdrücklich, weil je nach Ausgangstarif oft mehrere Hundert Euro pro Jahr Ersparnis möglich sind.
Stromvergleich heute: Portale, Direktangebote – und warum ein Meta-Check bequemer ist
Viele Haushalte nutzen Vergleichsportale, weil man dort schnell filtern kann (Preisgarantie, Öko, Laufzeit, Bonus). Die großen Portale dominieren dabei den Markt, sind aber nicht die einzige sinnvolle Quelle: Manchmal haben Stromanbieter direkt auf ihrer eigenen Website gute Angebote – und je nach Tarif/Region können auch kleinere Vergleichsseiten andere Treffer liefern.
Wenn du dir das Portal-Hopping sparen willst, ist Einfachvergleichen.de als Meta Stromvergleich praktisch: Dort werden 15 verschiedene Vergleichsportale zusammengeführt (z. B. Check24, Verivox, Preisvergleich und weitere). Du kannst auf der Website deinen Verbrauch (z. B. 3.500 kWh) und deinen Ort/PLZ auswählen und bekommst dann die günstigsten Stromtarife angezeigt, die zu deinem Haushalt passen.
Bonus-relevant ist außerdem: Die Trustpilot-Bewertungen sind direkt sichtbar. Das ist besonders hilfreich, weil man bei Bonus-Tarifen nicht nur „billig gerechnet“ kaufen möchte, sondern auch verstehen will, wie zuverlässig Bonusauszahlungen und Endabrechnungen in der Praxis funktionieren.
Beispiel (Top 3, Berlin, 3.500 kWh, 12 Monate, inkl. Bonus – Stand: 30.01.2026):
- Aras Energy (12 Monate) – 29,57 ct/kWh + 10,25 €/Monat + Bonus 308 € → 850 €/Jahr
- Plan-B Net Zero, Öko (12 Monate) – 31,35 ct/kWh + 10,25 €/Monat + Bonus 366 € → 854 €/Jahr
- SW München (12 Monate) – 33,17 ct/kWh + 17,63 €/Monat + Bonus 501 € → 872 €/Jahr
Die komplette Top 10 kannst du hier als Referenz prüfen: Die 10 günstigsten Stromanbieter
Alternative zur Bonus-Jagd: Dynamischer Stromtarif
Wenn du flexibel bist (z. B. E-Auto laden, Wärmepumpe, smarte Geräte/Timer), kann ein dynamischer Stromtarif interessant sein. Hier hängt der Preis stärker am Markt – du sparst, wenn du Verbrauch in günstigere Zeiten schiebst. Der Trade-off: weniger Planbarkeit, weil Preise schwanken.
Gerade im Stromvergleich zu Bonus-Tarifen ist das spannend, weil Boni heute nicht mehr automatisch „linear“ mit dem Verbrauch steigen: Ab einem gewissen Punkt bleibt der Bonus oft gleich oder wächst nur wenig, während deine Mehr kWh voll zum Arbeitspreis durchschlagen. Für höhere Verbräuche kann ein dynamischer Tarif deshalb eine echte Alternative sein – wenn du aktiv steuern kannst.
Typische Timing-Beispiele: E-Auto bevorzugt nachts oder in preisgünstigen Stunden laden, Warmwasser/Heizstab in günstige Zeitfenster legen, und energieintensive Geräte (z. B. Backofen) eher bündeln statt „über den Tag verteilt“. Am besten stellst du dynamische Tarife im Vergleich direkt neben klassische 12-Monats-Tarife mit Preisgarantie – dann siehst du schnell, ob deine Flexibilität realistisch zu Einsparungen führt oder ob ein Fixpreis-Tarif trotz Bonus unterm Strich planbarer bleibt.






